Ein Stück Designgeschichte

Bis zum Ende des Bauhauses in Dessau ließen Bauhausmeister und Studenten ihre Entwürfe bei L&C in Stendal fertigen. In den Zwanziger Jahren erweist sich die Nachbarschaft zum Bauhaus Dessau für L&C als glückliche Fügung. Die Bauhäusler streben nach einer Zusammenarbeit mit der Industrie. L.&C. Arnold in Stendal bietet sich als experimentierfreudiger Kooperationspartner an, und so entstehen visionäre Ideen, gemeinsame Prototypen und erfolgreiche Wettbewerbsbeiträge.

1927 zeigt L&C auf der Werkbundausstellung in Stuttgart einen von Mart Stam entwickelten und von L&C gefertigten ersten hinterbeinlosen Stuhl, den heutigen Freischwinger.

1930 startet in Stendal die umfangreiche Serienproduktion von verchromten Stahlrohrmöbeln für Wohnbereiche. Auch Entwürfe weiterer Bauhäusler werden realisiert: Unter anderem entsteht 1933 eine exklusive Produktion für Marcel Breuer von über 36 Modelle im Bauhaus Stil. Die Ausstattung des Luftschiffs „Hindenburg“ mit Aluminium Sitzmöbeln und Tischen 1936 zeigt L&C’s hohe Fertigungskunst und macht das Unternehmen auch international bekannt. Originalmöbel können bis heute im Werk Stendal sowie im Zeppelinmuseum in Friedrichshafen besichtigt werden.

1994 werden eigene Bauhaus-Klassiker aus dem umfangreichen Fundus wieder in die Fertigung aufgenommen und unter anderem für die Ausstattung der historischen Mensa im Bauhaus Dessau verwendet. In den Folgejahren ergänzen Re.- Designs aus den 50er Jahren sowie neue Designentwürfe das Programm von L&C stendal.

Zu unserer Bauhaus Collection

Die ersten hinterbeinlosen Stühle. Entwürfe von Mart Stam und Marcel Breuer
Luftschiff Hindenburg - Zeppelinmuseum
Luftschiff Hindenburg - Zeppelinmuseum